Über

Das Geheimnis des LPC

Aufwärmung beim 17. LPC

Aufwärmung beim 17. LPC

Morgens zehn Uhr in Laatzen. Junge Leute aus der „T-Stube“ Rethen bereiten das Frühstück für geschätzte 160 Traceure vor. Elf Uhr. Die Traceure kommen aus allen Himmelsrichtungen nach Laatzen, werden in der Regel persönlich begrüßt und zum Frühstück eingeladen. Die Coaches von Monkey Movements und Parkour Hannover bereiten sich auf die zu erwartenden Workshops vor. Zwölf Uhr. Irgend so ein „älterer Typ“ begrüßt in der Halle alle Anwesenden, weist auf neue Entwicklungen hin und bietet sich auch noch als Gesprächspartner an. Ungewöhnlich.

Erstmalige Besucher fragen sich, ob dies der „Kirchenmann“ ist. Jetzt mischt die evangelische Kirche auch noch bei Parkour mit: „Geht ja gar nicht!“ – „Jetzt sollen wir wohlmöglich die obstacles halleluja-mäßig überwinden, oder was?“

Was ist also das Geheimnis der LPCs? Warum kommen so viele junge Menschen dahin?

Respekt

Vom ersten Kontakt an waren alle Gespräche von bedingungslosem Respekt geprägt. Es galt vom ersten Tag an, die Gemeinsamkeiten und nicht das Trennende zu entdecken. Es war also egal, wer woher kommt, wer welchen „background“ hat oder welcher Religion, wenn überhaupt, angehört. Die evangelische Jugend zeigte sich bis heute als verlässliche Partner in der Unterstützung und Begleitung der Parkour-Szene in Hannover – eben nicht nur finanziell!!

Toleranz

Jugendliche trainieren

Jugendliche trainieren

In allem, was wir tun, steckt ein interkultureller und interreligiöser Ansatz. In der Art der Fortbewegung durch Parkour genauso wie in der Begleitung und Beratung von Einzelnen hinsichtlich ihrer Lebenswege. Mit den LPCs haben wir Raum geschaffen zur Begegnung, zum Austausch und zum gegenseitigen Wahrnehmen und Tolerieren.

Zeit zwischen den „obstacles“

Das konkurrenzfreie Training, der Austausch darüber und das Philosophieren über Parkour sind sicher die wichtigsten Bestandteile bei den LPCs. Aber wir signalisieren auch: Wer Beratung braucht, wer das Gespräch sucht oder gar seelsorgerliche Begleitung wünscht, der bekommt sie. Wir bieten nicht nur den Ort für ein Parkour-Training, sondern hören zu, nehmen wahr, spiegeln zurück, beraten und begleiten – auf Wunsch versteht sich! Dafür bedarf es Vertrauen und Mut, ähnlich wie beim Parkour an sich. Beides hat sich mit der Zeit aufgebaut und prägt das Miteinander zwischen Ev. Jugend und der hannoverschen Parkour-Community.

Wir dürfen gespannt sein, was sich noch alles entwickelt…

Gunnar Ahlborn

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